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Volles Herbstprogramm – vom Klassischen Enduro zum Superenduro

Es gibt wieder positives zu berichten. Im IV. Quartal 2016 standen drei Rennen auf der Agenda, die verschiedener kaum sein konnten. Direkt nach RedBull Sea to Sky folgte Mitte Oktober das heimische „Rund um Zschopau“. Hier konnte ich zum zweiten Mal dieses Jahr, bei einem Lauf zur deutschen Meisterschaft an den Start gehen.

Die beiden ersten Runden hatte ich ein gutes Gefühl und konnte gut mit der deutschen Elite schritthalten. Leider schaffte ich die engen Zeitkontrolle (ZK) Zeiten an der letzten ZK nicht, wodurch ich keine Wertung bekam. Dies war nicht ganz Ideal. Ich war auf der langen 80km umfassenden Runde jedoch nur Just for Fun unterwegs. Meine Prioritäten liegen ja mittlerweile im Extremenduro sowie dem Superenduro (SE).

Genaugenommen folgte direkt eine Woche später ein Highlight des Jahres, das Getzenrodeo. Nur wenige Kilometer von Zschopau entfernt in Grießbach fand erneut ein Extremenduro der Extraklasse statt. Es ist Wahnsinn was der kleine Verein dort alle 2 Jahre auf die Beine stellt. Es kommt bei allen immer sehr gut an und somit gaben sich erneut die Stars wie Jarvis und Walker die Klinke in die Hand. Leider lief es auch dort nicht so wie gewollt. In der zweiten Runde streikte mein Körper. Ich musste pausieren und hatte mit Übelkeit zu kämpfen. Erst gegen Ende der 2 stündigen Distanz konnte ich wieder eingreifen. An eine gute Platzierung war damit nicht mehr zu denken.

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Unsere Pläne für den Winter sind wieder die gleichen wie in den letzten Jahren. Zusammen mit meinem Teamkollegen Marcel Teucher werde ich bei allen 4 europäischen SE Läufen teilnehmen. Für das Training haben wir uns eine eigene kleine Strecke gebaut. Diese wurde pünktlich vor dem ersten Lauf in Krakau fertig. Dadurch konnten wir noch etwas vorab trainieren. Wenn das Wetter ähnlich warm wie in den letzten Wochen bleibt nützt uns die Strecke auch weiterhin. Im Gegensatz zum letzten Jahr werde ich mit der 300er Zweitakt KTM an den Start gehen.

Beim ersten Lauf des SE in Krakau erwischte ich im Qualifying keine freie Runde. Meine Qualifikation für die Hauptrennen stand auf der Kippe. Auf Platz 14 rutschte ich aber gerade noch als letzter Fahrer ins Feld. Einen Vorteil hatte dies, denn durch den Reverse Grid durfte ich mir im zweiten Lauf als erstes die Startposition aussuchen. Bereits im ersten Durchgang lief es richtig gut. Unsere Gegner machten viele Fehler und ich fuhr fast fehlerfrei vor den 14000 Zuschauern in der ausverkauften Tauron Arena. Somit spülte es mich auf Platz 3 nach vorn was auch das Ergebnis des ersten Durchganges war. Damit hatte ich selbst nicht gerechnet und umso größer war meine Freude. Den zweiten Lauf führte ich sogar über eine Runde an, bevor sich später ein paar Fehler einschlichen und ich zurückfiel.

In Addition beider Läufe bin ich auf Platz 4 gekommen, was ein sensationeller Auftakt für die Wintersaison ist.

Mein nächster Start wird bereits am 07.01.17 zum zweiten Lauf des SE in Riesa sein.

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