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Von Portugal nach Radeberg und weiter an den Erzberg – Fazit des letzten Monats

Extreme XL Lagares

Nach einer langen USA Rundreise im sonnigen California ging es ende Mai direkt weiter nach Portugal zum Extreme Lagares XL. Auf der langen Anreise mit unserem Mercedes Sprinter konnte ich mich mit unseren Betreuern Sven Reinwarth und Markus Groschopp schon einmal auf das Rennen einstellen.
Ich startete in der Expertklasse und kannte kaum einen Gegner. Somit war es schwer fest zu stellen welche Chancen ich überhaupt habe. Los ging es mit dem Prolog in der Innenstadt von Porto. “Die Fahrt durch die Altstadt ist etwas ganz besonderes. Die Stufen waren zwar rutschiger wie gedacht aber es ließ sich ganz gut fahren. Schwieriger waren da die riesigen Reifen und Baumstämme die am Ende des Prologes warteten.” Der Prolog
diente nur der Startreihenfolge, dadurch war die Zeit auch nicht ganz so wichtig.

Anders gewertet wurde das Endurocross am Abend in Lagares. “Mit 2 Stunden Zeitverzug war ich statt 20.30 Uhr erst nach 22 Uhr an der Reihe. Irgendwie kam ich auch da nach der langen Wartezeit nicht wirklich in Schwung.” Die Wertung war ebenfalls etwas undurchsichtig denn die Fahrzeiten wurden nach einer Formel hochgerechnet. Wie diese Formel lautet weiß aber keiner so richtig .
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Was in Portugal aber einzigartig ist, ist die Begeisterung der Fans. Bis 01:00 Uhr blieben alle auf ihren Plätzen und feuerten wirklich jeden Fahrer an. Dies war auch am eigentlichen Renntag der Fall. Halb 12 startete ich in die 2 zu fahrenden Runden, allerdings war hier wieder der Wurm drin. Bereits nach der bekannten Steinauffahrt zerstörte ich meinen Kupplungsdeckel bei einem Sturz. Ich beschloss zurück ins Paddock zu fahren und
einen neuen Deckel zu montieren. Danach ging es wieder zurück zu der Stelle wo ich die Strecke verlassen hatte. Ich bin dann die schwere Runde noch fast bis zum Ende gefahren.

Die Schwierigkeit dieses Rennens war durch die vielen Bachbetten mit seinen riesigen Steinen extrem hoch. Leider war kurz vor dem Ziel die Zeit um. Da ich sowieso durch die Reparatur alle Chancen verloren hatte und es stark zu regnen anfing war die letzte Auffahrt nicht mehr fahrbar.

Knorpelschänkenenduro

Zum vierten Mal war ich nun bereits beim Knorpelschänkenenduro am Start. “Mein Home Race wächst immer mehr und ist nun wirklich keine Insiderveranstaltung mehr.” Unser Kumpel sorgte dafür, dass sogar Blake Gutzeit und Kyle Flanagan aus Südafrika am Start waren. Diese top Fahrerteilnahme hilft den Endurosport in Deutschland etwas mehr Beachtung zu bekommen.

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Die Strecke war ähnlich wie die letzten Jahre, hatte aber Dank Franz Lippach einige extreme Hindernisse dazu bekommen. Für mich war es alles fahrbar. Für die Hobbyfahrer, für die, die Veranstaltung eigentlich gedacht ist, hatten sicher ihre liebe Mühe.
Nach dem Start kämpfte ich mich erst einmal durch das gesamte Feld. Kam dann aber gut in den Rhythmus und hatte auch auf Busty Wolter aufgeschlossen. Dann bekam ich aber Konditionsprobleme und hatte im Hinterkopf das ich am Tag darauf beim Triathlon in Moritzburg teilnehmen wollte. Somit nahm ich etwas das Tempo raus, bin aber mit dem 12.
Platz am Ende der 2 Stunden doch ganz zufrieden. Immerhin gab es 70 Starter und vorn waren eben die internationalen Piloten sowie viele gestandene Lizenzfahrer.

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Erzbergrodeo

Eigentlich wollte ich am Erzberg nicht mehr Starten, habe ich mir 2014 vorgenommen. Doch das Abenteuer Erzberg ist zu magnetisch, um es als Endurist zu ignorieren. Wie so oft ist bei diesem Rennen der Prolog entscheidend. Eine mittlere Startreihe bedeutet beim Hare Scramble immer viel Stau und damit Frustration. Dennoch habe ich mich entschlossen erneut zu Starten. Erwartungsgemäß habe ich mich für das Rennen am Sonntag Qualifiziert, jedoch nur im mittleren Startfeld. Dieses Jahr war die Strecke bis CP 7 in Ludwigs Land ohne Stau fahrbar. Ich bin leider kein Fan von Streckenabschnitten, die nicht allein zu bewältigen sind.

Da diese sehr Zahlreich vorhanden sind werde ich im nächsten Jahr keinen weiteren Start anstreben. Zudem wird dieses Rennen leider nicht auf der Strecke sondern an den Sammelpunkten vor Engstellen ausgetragen. Wer sich gut vor mogeln kann und damit andere Fahrer hinter sich lässt hat bei diesem Rennen zwar einen Vorsprung jedoch null sportlichen Ehrgeiz.

Fazit: Es gibt schönere Rennen aber der Mythos bleibt.