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Red Bull Sea to Sky- diesmal nicht ganz auf dem Gipfel.

Der Prolog war dieses Jahr wieder mit reichlichen Hindernissen am Strand des Urlaubsortes Kemer abgesteckt. Ganz im Stil der Red Bull Romaniacs musst ich mich über Meter hohe Felsbrocken, Reifen und Schwebebalken kämpfen. Am Ende des Tages wurde ich auf Platz 18 gewertet, was mich sehr freute, da ich in diesem Internationalen Fahrerfeld einige Top Fahrer hinter mir lassen konnte.

Das ich dieses Tempo nicht über alle drei Renntage halten könne war mir zu diesem Zeitpunkt schon bewusst. Beim Forest Race am 2. Tag habe ich es ruhig angehen lassen und konnte mich für die 4te Startreihe des Mountain Race qualifizieren. Diese Ausgangsposition ist in meinen 5 Jahren Rennerfahrung das bisher beste Startergebnis bei dem Red Bull Sea to Sky. Beim Mountain Race an Tag 3 lief es für mich dieses Jahr nicht ideal. Zwei Stürze im Bachbett zu Beginn des Rennens ließen mich einige Plätze nach hinten fallen. Kurze Zeit später ging ich samt Motorrad in einem tiefen Wasserloch baden, welches ich über einen Balken überqueren wollte. Dies kostete mich sehr viel Zeit, da ich mein Motorrad reanimieren musste.

Mein Ziel in 7 Stunden auf den Olympus Mountain zu fahren war dennoch nicht außer Reichweite. Bis zum Silberfinish ließ ich es nun ruhiger angehen und konnte wieder auf das vordere Fahrerfeld aufschließen. Ich habe mir meine Kräfte für den Dark Canyon aufgespart. Dieses Jahr war die Gesamtstrecke allerdings um einiges schwerer als in den Vorjahren. Angekommen am Dark Canyon hatte ich mit einer Restzeit von einer Stunde und 10 Minuten keinerlei realistische Chancen mehr das Ziel zu erreichen. Trotzdem wollte ich ihn bezwingen, meinen alten Bekannten, den Dark „schwitzi“ Canyon. Meine Betreuer hatten sich bereits in ihm positioniert um mir zu helfen. Zügig und ohne Stürze konnte ich ihn in 53 Minuten durchqueren.

Leider war ich 5 Minuten zu spät am vorletzten Checkpoint, um noch die letzten 3 Kilometer ins Ziel fahren zu dürfen. Ich wurde „getimebart“ und musste die Rückfahrt nach Kemer antreten. Zufrieden bin ich trotz allem, denn ich habe, was die Platzierung betrifft, mein bestes Rennen in der Türkei gefahren. Vielleicht wird die Strecke nächstes Jahr wieder etwas einfacher, sodass ein paar mehr Fahrer das Ziel erreichen.

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